Bei generativer KI entsteht die Filterblase schon durch die Frage, die du stellst. Du wählst eine Frage und bekommst genau die bestellte Antwort. Dann reißt du selbst ein Loch in deine Blase: Du suchst in der Gegenantwort die Stelle, die dein stärkstes Argument angreift. Am Ende steht dein eigener Satz: „Ich bin noch unsicher, ob …“
Drei Schüler:innen tippen zu diesem Thema drei verschiedene Fragen ein. Welche könnte von dir sein? Sei ehrlich.
Es gibt kein Richtig. Aber merk dir deine Wahl: Gleich siehst du, was sie ausgelöst hat.
Aufgabe: Tippe in der Gegenantwort die Stelle an, die genau dein Argument am stärksten angreift.
Drei überzeugte Stimmen, und keine beantwortet die Frage „Was ist eigentlich wahr?“ Die musst du stellen. Schreib den einen Satz, der zeigt, dass du denkst:
Dieser Satz ist das Ergebnis der Übung. Die KI kann ihn nicht für dich schreiben.
Die Lehrkraft tippt diese drei Fragen nacheinander in die Klassen-KI am Beamer. Druckt die drei Antworten aus und legt sie nebeneinander: drei Anwälte, ein Thema. Markiert in A und in B die Stelle, die euch am meisten überzeugt, und sucht in der Gegenantwort die Stelle, die genau sie angreift (Arbeitsauftrag A3).