CreAtIve Mind Lab
Reboot School
Praxiskapitel 9 · Das Max-Prinzip

Beschreib es, sieh es

Beim Vibe-Coding ist die Programmiersprache Deutsch: Du beschreibst, was du willst, und die Maschine schreibt den Code. Hier spielst du das als geführte Demo durch, ohne echten Codezugang. Du wählst einen Wunsch, probierst das Ergebnis aus und beschreibst, was nicht stimmt, bis es passt.

Schritt 1: Dein Wunsch in Alltagssprache

Im echten Vibe-Coding beschreibst du frei. Diese Demo kennt drei vorbereitete Wünsche, damit sie ohne KI-Zugang für Schüler:innen funktioniert. Im Unterricht gilt: eine KI im Raum, kein Kind mit eigenem Account.

Schritt 2: Das Mini-Ergebnis

Die Maschine hat geliefert. Probier die kleine Anwendung aus, ruhig mehrmals, und schau genau hin: Tut sie, was du wolltest?

Etwas ist anders, als du wolltest. Genau das ist der Vibe-Coding-Moment: Du greifst nicht in den Code ein, du beschreibst, was ist und was sein soll.

Schritt 3: Es stimmt. Und jetzt?

Beschreiben → Sehen → Nachschärfen. Das ist die ganze Schleife, und sie funktioniert nur, wenn ein Mensch hinsieht.

Die zwei Prüf-Stopp-Fragen für jedes echte Projekt: Was behauptet unser Produkt gerade, und stimmt das? Und: Was haben wir zuletzt geändert, ohne zu verstehen, warum es wirkt?

Mit der Klasse weiter (Arbeitsauftrag A1): Schreibt zu zweit auf Papier, was eure Mini-Anwendung für euer Fach tun soll, so genau ihr könnt. An der Klassen-KI am Beamer hat jedes Paar drei Minuten, die anderen lesen mit. Zählt die Runden, bis es läuft, und zeigt am Ende eure beste und eure nutzloseste Anweisung.

Wie es weitergeht