Im Entwicklungslabor arbeitet die Klasse mit einer einzigen KI auf einem Konto der Schule, am Beamer oder als Station. Fragen werden laut formuliert, Antworten gemeinsam geprüft. Hier ordnest du acht Situationen ein, skizzierst deine nächste KI-Stunde und schreibst den Satz, der Vorsicht und Begeisterung verbindet.
Das Bild dazu: Der Tisch ist das Klassengespräch. Jeder Stuhl ist eine Stimme darin, und die KI bekommt einen Platz am Tisch: mal bei einem einzelnen Kind, mal bei einer Kleingruppe, mal als gemeinsame Stimme der ganzen Runde. Sie redet mit, aber alle hören mit und können widersprechen; manche Stunde kommt ganz ohne sie aus. Kippt die Situation, verschwindet der Tisch: kein Gespräch mehr, nur noch viele Einzelchats.
Zwei Entscheidungen genügen für eine erste Skizze deiner nächsten Stunde mit KI: Was willst du erreichen, und wie arbeitet die Klasse? Danach siehst du, was deine Wahl für Gespräch, Prüfbarkeit und Datenschutz bedeutet, und kannst die Skizze ausdrucken.
Nimm eine echte Streitfrage zu KI an deiner Schule. Zu zweit vertritt jede Person die Seite, die ihr privat fremd ist. Allein schreibst du beide Seiten nacheinander, so stark du kannst. Die Regel: Niemand darf gewinnen. Ziel ist ein Satz, der beide Wahrheiten enthält.
Beispiel aus dem Buch: „Wir lassen KI-Feedback bei Aufsätzen zu, und keine Rückmeldung geht hinaus, ohne dass ein Mensch sie vorher gelesen hat.“ Der Satz ist für beide Seiten unbequem. Genau daran erkennst du, dass er trägt.