Human Agency Circle
Human Agency Circle
Human Agency Circle

Menschliche Handlungsfähigkeit stärken: Methoden für Unterricht, Schule und Fortbildung.

Dafür habe ich den Human Agency Circle entwickelt: eine Sammlung von zweiundfünfzig erprobten Methoden mit sechs Werkzeugen, die daraus einen fertigen Ablauf bauen. Sechsundzwanzig Methoden arbeiten mit KI, sechsundzwanzig kommen vollständig ohne Technik aus. Jede bringt ihren Minutenplan mit, ihre Gruppengröße, ihre Risiken und die Studie, auf der sie beruht.

Gedacht für Fortbildnerinnen, die morgen vor einem fremden Kollegium stehen. Für Lehrkräfte, die eine SchiLf übernehmen sollen und keine zwei Abende zum Suchen haben. Für Schulleitungen und Steuergruppen, die eine Position beziehen müssen und dafür Argumente brauchen statt Begeisterung.

Zwei Namen, kein Widerspruch. Human Agency Circle heißt das Ganze: die Methodensammlung, die Werkzeuge, das Druckmaterial. Der Handlungskreis heißt das Kompetenzmodell darin, also die fünf Bewegungen, aus denen sich alles hier ableitet. Das eine ist der Kreis, das andere seine Ordnung.
Der schnellste Weg hinein

Was brauchen Sie gerade?

Jeder Eintrag führt direkt an die Stelle, an der Ihre Arbeit beginnt. Der Rest der Oberfläche kann warten.

Ich unterrichte und will KI im Fachunterricht einsetzen

Sie brauchen eine Aufgabe, bei der Ihre Klasse mit dem Modell arbeitet und trotzdem selbst denkt. Gehen Sie zu den Patterns und filtern Sie auf Familie C — das sind die Prüf-Patterns. „Blinde Parallele" und „Gegenprobe" funktionieren ab Klasse 8 in fast jedem Fach und brauchen 20 bis 30 Minuten.

Zu den Patterns →
Ich halte eine schulinterne Fortbildung (SchiLf) und habe 90 Minuten

Gehen Sie in den Ablaufplaner. Sie geben Ziel, Zeit, Gruppengröße, Vorwissen und Haltung im Kollegium ein — heraus kommt eine minutengenaue Kette aus vier bis sechs Patterns, mit Begründung für jeden Schritt. Das ist Ihr Ablaufplan, nicht ein Vorschlag zum Weiterbasteln.

Zum Ablaufplaner →
Ich bin Schulleitung und muss eine Position beziehen

Sie brauchen keine Methoden, sondern Argumente. In der Beleglage steht, was sich an Personal wirklich verändern lässt und was nicht — und in der Warnliste, welche elf Sätze über KI Sie in Ihrer Schule nicht mehr sagen sollten, weil sie belegt falsch sind.

Zur Beleglage →
Ich bin Fortbildnerin und arbeite mit fremden Kollegien

Nehmen Sie den Umbaukasten. Neun Felder, 66 Karten: eine Gruppe analysiert damit ein System — ein Fach, ein Ganztagskonzept, eine Prüfungsordnung — und findet die Stellen, an denen es klemmt. Funktioniert ab fünf Personen und ohne KI-Vorkenntnisse.

Zum Umbaukasten →
Ich brauche etwas ohne Technik

Sechsundzwanzig der zweiundfünfzig Methoden laufen vollständig ohne Geräte: Ankommen, Empathie, Kreativität, Design Thinking, Gruppendynamik, Improtheater, Wertangebot. Filtern Sie in der Bibliothek auf „Ohne KI“. Besonders tragfähig, wenn das WLAN unzuverlässig ist oder das Kollegium erst einmal miteinander arbeiten muss, bevor es mit Maschinen arbeitet.

Zu den Methoden ohne KI →
Ich muss übermorgen etwas ausdrucken

Unter Material liegen zwölf Druckstücke: das Kartenset, das A3-Board, die Moderationskarte für den ganzen Ablauf, Kalibrierungs- und Verifikationsbogen, die zwölf Designprinzipien, die Warnliste, das Pattern-Heft. Alles A4 oder A3, Schwarzweiß-tauglich, ohne Nachbearbeitung.

Zum Material →
Ich soll begründen, warum das wirkt

Jede Aussage hier hängt an einer Quelle, die Sie anklicken können — 101 Titel mit auflösendem Link. Jede Zahl lässt sich anklicken und erklärt sich dann selbst: was gemessen wurde, in welcher Einheit, wie groß das im Schulalltag ist und was der Wert nicht heißt.

Zum Literaturverzeichnis →
Warum diese Oberfläche und kein Handbuch

Weil Methodenwissen im Moment der Planung gebraucht wird — nicht beim Lesen

Ich habe das gebaut, weil mir das Gegenteil ständig begegnet: Ordner mit Methodensammlungen, die niemand aufschlägt, weil man beim Planen einer Fortbildung keine 40 Seiten liest. Man braucht eine Antwort auf eine sehr konkrete Frage — „Was mache ich mit 22 Leuten in 90 Minuten, von denen die Hälfte skeptisch ist?" — und zwar in der Viertelstunde, in der man den Ablauf schreibt.

1

Ein Text zwingt zur falschen Reihenfolge

Ein Handbuch ist nach Themen sortiert. Ihre Planung läuft aber nach Bedingungen: erst Zeit, dann Gruppe, dann Ziel. Deshalb beginnt hier alles mit drei Fragen und nicht mit einem Inhaltsverzeichnis.

2

Methoden brauchen Parameter, nicht Prosa

„Think-Pair-Share" hilft Ihnen nicht. „5 min still · 8 min zu zweit · 12 min Plenum · ab 6 Personen · KI erst in Minute 13, sonst kippt es" hilft Ihnen. Jedes Pattern hier trägt diese Werte sichtbar auf der Karte.

3

Kombinieren ist die eigentliche Arbeit

Eine einzelne Methode trägt selten eine ganze Veranstaltung. Der Ablaufplaner setzt Patterns zu einer Kette zusammen und prüft sie gegen sieben Regeln; der Denkhelfer tut dasselbe für eine Methode, die Sie sich selbst bauen.

4

Belege müssen am Einzelsatz hängen

Ein Literaturverzeichnis am Ende eines Buches ist nicht prüfbar. Hier steht die Quelle an der Behauptung, die sie stützt, und der Klick führt zum Volltext. Wer Urteilsfähigkeit unterrichtet, muss das aushalten können.

Und was hier bewusst fehlt: Toolvergleiche, Prompt-Sammlungen zum Abschreiben, Zukunftsprognosen. Alles drei veraltet innerhalb von Monaten. Was bleibt, sind Fragen der Urteilsbildung — und die sind seit Jahrzehnten stabil.
Der didaktische Vorlauf · bitte einmal lesen

Warum das hier anders aufgebaut ist als übliche KI-Fortbildung

Der Markt für KI-Fortbildung arbeitet fast durchgängig nach demselben Muster: Werkzeuge zeigen, Prompts üben, Begeisterung erzeugen. Das ist nicht falsch — es ist nur an der falschen Stelle. Die Forschungslage der letzten zwei Jahre zeigt etwas anderes, und daraus folgt eine andere Didaktik. Die vier Befunde darunter sind die vier Gründe, warum diese Oberfläche so aussieht, wie sie aussieht.

−0,23

So viel schlechter war die Kombination aus Mensch und KI im Mittel als der jeweils bessere der beiden allein — über 106 Experimente hinweg. Gewinn entstand nur, wo der Mensch dem Modell überlegen war (g = 0,46); wo das Modell überlegen war, entstand Verlust (g = −0,54).

Der Unterschied zwischen Nutzen und Schaden ist eine Einschätzung, keine Technikfrage.

+0,30 / −0,31

KI-Erklärungen mit Rückmeldung erzeugen Synergie. Dieselben Erklärungen ohne Rückmeldung zerstören sie.

Daraus folgt die härteste Regel hier: keine KI-Übung ohne Auflösung.

d = 0,02

So groß ist der Effekt von Growth-Mindset-Interventionen in den methodisch besten Studien. Haltung lässt sich nicht antrainieren.

Was wirkt, ist die umgekehrte Reihenfolge: Menschen trauen sich mehr zu, nachdem sie etwas bewältigt haben.

−17 % / ±0

Schüler, die unbegrenzt mit einem Sprachmodell übten, schnitten in der Prüfung ohne KI 17 % schlechter ab. Mit Guardrails — nur Hinweise, keine Lösungen — war der Schaden neutralisiert.

Nicht ob KI eingesetzt wird entscheidet, sondern wie stark sie am Lösen gehindert wird.

Und der Befund, der das Workshopdesign umkrempelt: Aktiv unterrichtete Studierende lernten messbar mehr — und glaubten, sie hätten weniger gelernt. Zufriedenheitsbögen am Ende einer Veranstaltung belohnen also zuverlässig die schlechtere Methode. Deshalb wird hier nirgends nach Zufriedenheit gefragt.
Die Denkbewegung dahinter

Vom Werkzeug zur Urteilsfrage — in vier Schritten

1

Die weite Fassung trägt nicht

„Wir stärken menschliche Handlungsfähigkeit“ verspricht Fern-Transfer — und der findet nach der Beleglage kaum statt. Allgemeine Kompetenzen lassen sich nicht losgelöst von einer Domäne trainieren.

2

Die enge Fassung trägt

Handlungsfähigkeit gegenüber maschinellen Vorschlägen, in der eigenen Fachdomäne, an eigenen Aufgaben, mit Rückmeldung darüber, ob man richtig lag. Das ist enger, ehrlicher — und prüfbar.

3

Daraus wird ein Modell mit fünf Bewegungen

Rahmen, Einschätzen, Verteilen, Prüfen, Steuern. Zwei davon bilden den Kern, den nur ein KI-Training liefert. Drei sind bekannte Fähigkeiten unter neuem Druck. Darunter liegen Bedingungen, die kein Workshop ersetzt.

4

Und aus dem Modell werden Werkzeuge

52 Methoden für Gruppenarbeit, ein Kartenset für Systemanalyse, ein Ablaufplaner, ein Prompt-Labor, ein Konzept-Assistent und ein Denkhelfer für eigene Methoden. Alles hier dient einer der fünf Bewegungen.

Anleitung

Was die einzelnen Bereiche tun

Links in der Leiste sind alle Bereiche. Die fünf Werkzeuge in der Mitte sind das, wofür Sie wiederkommen werden.

Wegweiser

Drei Fragen — wer Sie sind, was Sie vorhaben, wie viel Zeit Sie haben. Danach ein konkreter Vorschlag: welches Format, welche Patterns, welcher Prompt, was Sie ausdrucken sollten. Der beste Einstieg, wenn Sie eine Veranstaltung vor sich haben.

Zum Wegweiser →
Das Modell

Der Handlungskreis zum Anklicken. Für jede der fünf Bewegungen: woran man sie erkennt, woran man ihr Fehlen erkennt, worauf sie sich stützt, wie man sie trainiert und woran man Wirkung misst.

Zum Modell →
Beleglage & Zahlen lesen

Die Trainierbarkeitsmatrix — links, was der Markt verspricht, rechts, was sich tatsächlich verändern lässt. Dazu ein Kennzahlen-Schlüssel, der jede Maßeinheit einzeln erklärt: was sie misst, wie sie gerechnet wird und was sie im Alltag bedeutet.

Zahlen lesen →
Quellen, Literatur & Glossar

101 Titel, filterbar und mit auflösendem Link; dasselbe noch einmal als zitierfähiges Literaturverzeichnis zum Kopieren. Und ein Glossar, das jeden Fachbegriff dieser Oberfläche in zwei Sätzen erklärt.

Zum Verzeichnis →
Patterns

18 Strukturen für Gruppenarbeit mit KI, nach Familien filterbar. Karte anklicken zum Aufklappen: Ablauf minutengenau, Rolle der KI, Risiken, Evidenzanker — und für viele ein fertiger Prompt.

Zu den Patterns →
Prompt-Labor

Elf Vorlagen mit Platzhaltern. Felder ausfüllen, der fertige Prompt entsteht live daneben, ein Klick kopiert ihn. Jede Vorlage sagt dazu, wofür sie gedacht ist und wo sie schiefgehen kann.

Zum Prompt-Labor →
Ablaufplaner

Sie beschreiben die Lage — Ziel, Zeit, Gruppengröße, Vorwissen, Haltung, KI-Zugang. Der Planer baut daraus eine minutengenaue Pattern-Kette und erklärt, welche Regel er warum eingehalten hat.

Zum Ablaufplaner →
Denkhelfer

Für den Fall, dass Sie sich eine eigene, hybride Methode zusammenbauen wollen. Sie wählen Bausteine, der Denkhelfer setzt sie in eine sinnvolle Reihenfolge und prüft Ihre Konstruktion gegen sieben Designregeln.

Zum Denkhelfer →
Umbaukasten

Das Kartenset als digitales Board: neun Felder, 66 Karten zum Ziehen und Ablegen, eigene Karten, Notizen pro Feld. Wird im Browser gespeichert, lässt sich als Text ausgeben und ausdrucken.

Zum Umbaukasten →
Bevor Sie loslegen

Drei Dinge, die Sie wissen sollten

Die Zahlen sind gegengeprüft. Nach dem ersten Entwurf wurden alle tragenden Angaben einer gegenläufigen Prüfung unterzogen — mit dem Auftrag, sie zu widerlegen. Neun von achtzehn Kernbehauptungen mussten korrigiert werden, zwei davon hätten die Aussage verdreht. Das Protokoll steht in der Beleglage. Es gehört zum Produkt: Wer Urteilsfähigkeit lehrt, muss die geprüfteste Quelle im Raum sein.
Bewertungen sind als solche gekennzeichnet. Wo Sie Balken und Punktwerte sehen — etwa in der Sozialformen-Matrix — sind das begründete Praxiseinschätzungen aus der dargestellten Beleglage, keine gemessenen Werte. Diese Unterscheidung gehört auf jedes Handout, das Sie daraus machen.
Testen Sie jede Aufgabe vorher selbst. Die Leistungsgrenze der Modelle verschiebt sich. Eine Aufgabe, an der ein Sprachmodell vor sechs Monaten gescheitert ist, kann heute gelöst werden. Wer das nicht prüft, führt im Workshop einen Strohmann vor — und verliert genau die Teilnehmenden, auf die es ankommt.
Wegweiser

Was passt zu Ihrer Lage?

Drei Fragen. Danach ein konkreter Vorschlag: Format, Patterns, Prompt, Druckmaterial — und die ehrliche Auskunft, was das Format nicht leistet.

1 · Wer sind Sie in dieser Situation?
2 · Was wollen Sie erreichen?
3 · Wie viel Zeit haben Sie insgesamt?
Das Modell · Der Handlungskreis

Fünf Bewegungen, drei Ebenen

Fünf Bewegungen, die eine Person durchläuft, wenn sie mit einer Maschine arbeitet und dabei die Urteilshoheit behält. Keine davon ist neu erfunden. Kern heißt: Ohne diese zwei trägt nichts anderes — sie entscheiden, ob am Ende Nutzen oder Schaden steht. Ring heißt: bekannte Fähigkeiten, die unter neuem Druck stehen. Boden ist keine Kompetenz, sondern Bedingung. Klicken Sie eine Bewegung an; jede enthält eine Übung, die Sie morgen anfangen können.

KERN Einschätzen Prüfen BODEN — TRÄGT ALLES DARÜBER Sicherheit · Autonomie · Gelegenheit
Kern. Einschätzen und Prüfen. Beides sind alte, allgemeine Fähigkeiten — neu ist nur das Gegenüber, an dem sie geeicht werden müssen. Fehlen sie, richtet jedes Werkzeug mehr Schaden als Nutzen an.
Ring. Rahmen, Verteilen, Steuern. Vorhandene Fähigkeiten unter neuem Druck. Sie wirken auch ohne Maschine — hier gilt der Transfer-Vorbehalt.
Boden. Sicherheit, Autonomie, Gelegenheit. Keine Kompetenz — Bedingung. Bei offenen Fertigkeiten entscheidet das Umfeld nach dem Workshop mehr als der Workshop.
Beleglage

Die Trainierbarkeitsmatrix

Links, was der Fortbildungsmarkt verspricht. Rechts, was sich tatsächlich verändern lässt. Die Quellenangaben sind anklickbar.

[A] Metaanalysen oder RCTs mit sauberem Design · [B] plausibel, Evidenz gemischt oder korrelativ · [C] populär, aber empirisch schwach · [D] reine Praxistradition
GradWas oft versprochen wirdWas tatsächlich trainierbar istWirksamer Mechanismus
Prüfprotokoll

Neun Zahlen mussten korrigiert werden

Nach dem ersten Entwurf wurden 18 tragende Behauptungen einer gegenläufigen Prüfung unterzogen — mit dem ausdrücklichen Auftrag, sie zu widerlegen statt zu bestätigen. Neun waren ohne Beanstandung, neun mussten korrigiert werden.

Was zunächst dastandWas tatsächlich gilt
Theobald (2021): k = 32, N = 4.106, g = .36, „bei Erwachsenen“k = 49, N = 5.786, 251 Effektstärken, g = 0,38 — und ausschließlich Universitätsstudierende
Dell’Acqua: „über 40 % höhere Qualität“, „+43 % / +17 %“29,9 % bzw. 33,9 % in der publizierten Fassung; die Verteilungszahlen stammen aus dem Arbeitspapier 2023
Doshi & Hauser: „Ähnlichkeit +10,7 %“10,7 % der Spannweite der Ähnlichkeitswerte, bei einer KI-Idee; bei fünf Ideen 8,9 %
Rowe et al.: „r = 0,06 nach Kontrolle der Einzel-IQ“r = 0,06 ist die Korrelation des durchschnittlichen Mitglieder-IQ mit der Gruppenleistung — das entwertet den IQ, nicht den c-Faktor
Diehl & Stroebe: „96 % des Produktivitätsverlusts“96 % der Varianz zwischen den Versuchsbedingungen in Experiment 4
Sims et al.: „104 RCTs, d ≈ 0,05“104 Studienberichte, 205 Effektstärken; 0,05 SD — präregistriert 0,01, nicht-präregistriert 0,07
„Art. 50 gilt unverändert“Art. 50 gilt seit 2. August 2026; Abs. 2 hat für Altsysteme eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026
Zwei dieser Korrekturen hätten die Aussage verdreht. Beide Fehler stammten aus Sekundärdarstellungen, die im Umlauf sind. Das ist kein Nebenbefund, sondern der Beleg für die These: Der Unterschied zwischen einer plausiblen und einer geprüften Aussage ist am Text nicht erkennbar.
Zahlen lesen

Was die Werte konkret bedeuten

Für jedes Maß: was es ist, woran man es misst, was der einzelne Wert praktisch heißt. In der gesamten Oberfläche ist jede Zahl anklickbar — ein Klick zeigt dieselbe Erklärung dort, wo die Zahl steht.

Quellen

Das Quellenregister

Alle zitierten Arbeiten mit auflösender DOI und, wo vorhanden, einem frei zugänglichen Volltext. Jeder Link wurde abgerufen.

Methodenbibliothek

Zweiundfünfzig Methoden, mit und ohne Maschine

Sechsundzwanzig Methoden arbeiten mit KI, sechsundzwanzig laufen vollständig ohne Technik — Ankommen, Empathie, Kreativität, Design Thinking, Gruppendynamik, Improtheater, Wertangebot. Jede Karte zeigt ihren Aufbau als Schema; ein Klick klappt Ablauf, Risiken und Evidenzanker auf. Der Ablaufplaner mischt aus beiden Beständen.

Phase
Dauer
Phasen Wann welche Methode im Ablauf steht
Drei Regeln für jede Kombination. Erstens: Pattern 1 oder 4 steht immer am Anfang — erst der Mensch, dann die Maschine. Zweitens: Jede KI-Phase braucht ein Prüf-Pattern aus Familie C, sonst wird die Sitzung schlechter als ohne KI. Drittens: Pattern 18 steht immer am Ende. Für die Methoden ohne KI gelten sie nicht — die stehen für sich und lassen sich frei einhängen.
Sozialformen im KI-Zeitalter

Neunzehn Formen, acht Dimensionen

Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit und Plenum beschreiben, wie viele Menschen beteiligt sind, aber nicht, wer denkt und wer entscheidet. Diese Übersicht tut das. Jede Karte zeigt ein Profil aus acht Dimensionen und die Methoden, in denen die Form tatsächlich vorkommt.

Filter
Diese Werte sind begründete Praxiseinschätzungen aus der dargestellten Beleglage, keine gemessenen Werte. Diese Unterscheidung gehört auf jedes Handout, das Sie daraus machen — sie ist Teil dessen, was das Material glaubwürdig macht.

Was man aus der Matrix ablesen kann

Die riskanteste Form ist die häufigste. Ein Mensch allein mit einem Modell — der Normalfall im Alltag — trägt das höchste Delegationsrisiko bei der niedrigsten Reflexionstiefe. Ein Training, das nur diese Form übt, verstärkt das Problem.
„Die KI moderiert“ ist keine einzelne Form, sondern drei. Der Unterschied entscheidet über alles Weitere, und er lässt sich an einer Frage festmachen: Wer wählt aus?

Die KI führt die Sitzung inhaltlich — sie schlägt vor, bewertet, wählt aus, treibt an. Höchstes Delegationsrisiko, niedrigste Kreativität und Reflexion. Diese Form wird zunehmend als Produkt verkauft und gehört in ein Training als negatives Beispiel.

Die KI bündelt und leitet über — sie sortiert das, was die Gruppe erzeugt hat, benennt Bündel und schlägt Übergänge vor; ausgewählt wird von Menschen. Mittleres Risiko, hohes Tempo. Das ist der Übergang zwischen Öffnen und Verdichten, und dort ist der Zeitgewinn am größten, weil dieser Schritt sonst aus Erschöpfung entsteht.

Die KI protokolliert ohne Meinung — sie fasst zusammen und gruppiert, schlägt aber nichts vor. Niedrigstes Risiko, der sichere Einstieg für skeptische Kollegien.
Das Risiko beim Bündeln hat einen Namen und eine Gegenmaßnahme. Es liegt nicht im Zusammenfassen, sondern in der stillen Tagesordnung: Was das Modell in kein Bündel legt, kommt nicht mehr vor. Deshalb lässt sich diese Form absichern, indem die Restliste — alles, was nirgends hineinpasste — zuerst vorgelesen wird, bevor die Gruppe die Gliederung ansieht. Danach ist sie voreingenommen. Aus derselben Überlegung stammt Pattern 26.
Der beste Kreativitätshebel: zwei Menschen, zwei verschiedene Modelle. Weil die Gleichförmigkeit sichtbar wird, sobald zwei Systeme dieselbe Frage unterschiedlich beantworten.
Prompt-Labor

Vorlagen zum Ausfüllen

Links die Vorlage wählen, Felder ausfüllen, der fertige Prompt entsteht rechts. Ein Klick kopiert ihn. Jede Vorlage sagt dazu, wofür sie gedacht ist und wo sie schiefgehen kann.

Vorlagen
Ablaufplaner

Aus einer Situation wird ein Ablauf

Beschreiben Sie die Lage. Der Planer setzt daraus eine Pattern-Kette zusammen, die drei Regeln immer einhält: erst der Mensch, dann die Maschine — jede KI-Phase hat eine Auflösung — am Ende steht ein Wenn-Dann-Plan.

Denkhelfer

Eine eigene Methode zusammenbauen

Wählen Sie ein Ziel und die Bausteine, die Sie darin haben wollen. Der Denkhelfer bringt sie in eine sinnvolle Reihenfolge und prüft Ihre Konstruktion gegen sieben Designregeln — mit Begründung, wenn etwas nicht trägt.

Bausteine — in der Reihenfolge anklicken, in der Sie sie haben wollen
Umbaukasten

Neun Felder eines Systems

Die Verallgemeinerung des Business-Modelling-Ansatzes: nicht „wie verändern wir ein Geschäftsmodell“, sondern „wie verstehen und verändern wir ein bestehendes System“. Karten aus der Ablage in ein Feld ziehen oder anklicken. Alles wird in Ihrem Browser gespeichert.

kopiert
Wie man damit arbeitet. Erst die Felder 1 bis 6 füllen — still, schriftlich, parallel. Dann Feld 7: Wo widersprechen sich zwei Felder? Mindestens drei Spannungen benennen, eine auswählen. Dann Provokations-, Einschränkungs- und Perspektivkarten auf diese eine Spannung. Erst danach umbauen — und den Vorschlag an Feld 9 prüfen: Was darf dabei nicht passieren?
Sorgfaltspflicht

Was nicht mehr gesagt werden darf

Diese Liste ist Teil des Produkts. Ein Anbieter, der Urteilsfähigkeit gegenüber Behauptungen lehrt, muss selbst die geprüfteste Quelle im Raum sein.

Szenarien

Vier Fälle, komplett durchgerechnet

Kein Beispiel im Sinne von „so könnte man es machen“, sondern vier vollständige Veranstaltungen: Ausgangslage, Ziel, Begründung des Aufbaus, Ablauf auf die Minute, welches Pattern in welchem Schritt, welcher Prompt, was vorher ausgedruckt wird, was erfahrungsgemäß schiefgeht — und woran Sie hinterher messen, ob es etwas gebracht hat. Jede Angabe im Ablauf ist anklickbar und führt an die passende Stelle in dieser Oberfläche.

Konzept-Assistent

Ihr Workshopkonzept mit KI weiterentwickeln

Sie beschreiben Ihre Veranstaltung — getippt oder eingesprochen. Daraus entsteht daneben ein fertiger Prompt, der ein Sprachmodell auf den Handlungskreis verpflichtet: auf die fünf Bewegungen, die zwölf Designprinzipien, die drei harten Ablaufregeln und alle 52 Methoden. Sie kopieren ihn in das Modell Ihrer Wahl und bekommen ein Konzept, das minutengenau ist, jeden Schritt begründet, die drei wahrscheinlichsten Pannen benennt und sagt, woran Sie die Wirkung messen.

Warum ein Prompt und keine eingebaute KI. Diese Oberfläche schickt nichts an einen Server — sie kennt weder Ihre Angaben noch Ihre Schule. Der Prompt ist der Weg, trotzdem mit einem Modell zu arbeiten: Sie sehen vollständig, was übertragen wird, und entscheiden selbst, welchem Anbieter Sie es geben. Geben Sie keine Namen von Schülerinnen, Kolleginnen oder anderen Personen ein.
Ihre Angaben

Zehn Fragen zu Ihrer Lage

Die ersten vier sind nötig, der Rest macht das Ergebnis deutlich besser. Antworten Sie in ganzen Sätzen — je konkreter, desto brauchbarer das Konzept. Über das Mikrofonzeichen können Sie jeden Punkt auch einsprechen.

Arbeitsweise des Modells

Wie soll es vorgehen?

Der fertige Prompt
Wächst mit Ihren Eingaben mit
Und dann? Einfügen in ChatGPT, Claude, Gemini oder ein Modell, das Ihre Schule bereitstellt. Im Modus „Erst beraten“ antwortet es zunächst mit Rückfragen — antworten Sie einzeln, das Ergebnis wird deutlich besser als bei einem Rundumschlag.
Literatur

Literaturverzeichnis

Alle Titel dieser Oberfläche, alphabetisch nach Erstautor, in einem zitierfähigen Verzeichnis. Jeder Eintrag ist anklickbar: DOI führt zur Verlagsseite, Volltext zu einer frei zugänglichen Fassung, wo eine existiert. Sie können das Verzeichnis vollständig oder gefiltert in die Zwischenablage kopieren und in Ihre Fortbildungsunterlagen einsetzen.

Wie zitiert wird. Die Angaben folgen der APA-Fassung (7. Auflage), wie sie in der Bildungsforschung üblich ist: Nachname, Initialen (Jahr). Titel. Zeitschrift, Band(Heft), Seiten. Ein Prüfvermerk unter einem Eintrag bedeutet, dass die Angabe bei der Gegenprüfung korrigiert oder präzisiert wurde — dort steht, was geändert wurde.
Glossar

Die Begriffe, in zwei Sätzen

Jeder Fachbegriff, der in dieser Oberfläche oder im Druckmaterial vorkommt — erklärt so, dass er in einem Kollegium vorgelesen werden kann. Wo ein Begriff an einer bestimmten Stelle gebraucht wird, steht der Weg dorthin dabei.

Material

Zum Ausdrucken und Mitnehmen

Zwölf druckfertige PDF-Dateien, einzeln oder als fertiges Set für einen Anlass. Ein Klick lädt die Datei. Zusätzlich lässt sich jede Ansicht direkt aus dem Browser drucken — der Druckstil blendet Navigation und Bedienelemente aus.

Damit die Verweise greifen, muss der Ordner Druckmaterial neben dieser Datei liegen. Genau so ist die Werkstattausgabe gepackt: entpacken, den Ordner neben die HTML-Datei legen, fertig. Wenn Sie die Oberfläche auf einen Server stellen, laden Sie den Ordner mit hoch.
Fertige Sets

Was Sie für welchen Anlass brauchen

Vier Zusammenstellungen für die vier häufigsten Fälle. Ein Klick auf eine Datei lädt sie einzeln, der Knopf darunter holt das ganze Set.

Einzeln

Alle zwölf Druckstücke

Direkt drucken

Aus dieser Oberfläche heraus

Jede Ansicht ist für den Druck aufbereitet. Besonders sinnvoll: der fertige Ablauf aus dem Planer als Moderationszettel, das gefüllte Board aus dem Umbaukasten als Protokoll, und die Patterns als Nachschlageheft — beim Drucken der Pattern-Ansicht werden alle Karten aufgeklappt.